In einem persönlichen Interview spricht Olga Kutscherenko über den Tod ihres Cousins Roman Bondarenko, der während der Proteste in Belarus erschlagen und zum Symbol der Protestbewegung wurde, sowie über die Lage in ihrer Heimat und den Krieg in der Ukraine.
Machthaber Alexander Lukaschenko träumt von einem Erziehungs- und Bildungssystem, das loyale und ergebene Bürger für seinen autoritären Staat hervorbringt. Ist solch ein gleichgeschaltetes System aber in Belarus überhaupt realistisch? Alexander Klaskowski analysiert.
Faire freie Wahlen – mit diesem Ziel ging das Wahlbündnis um Swetlana Tichanowskaja in den politischen Kampf gegen den belarussischen Machthaber Lukaschenko. Seit sie ins Exil musste, entwickelte sich Tichanowskaja zur wichtigsten politischen Stimme ihres Landes. Anfang März 2023 wurde sie in Abwesenheit zu 15 Jahren Straflager verurteilt. Das Porträt einer Politikerin, die nie eine sein wollte.
Die belarussischen Machthaber haben die Leugnung des „Genozids am belarussischen Volk“ per Gesetz unter Strafe stellen lassen. Allerdings verwischt der Ausdruck historische Tatsachen und macht deren künftige wissenschaftliche Erforschung so gut wie unmöglich. Alexander Friedman erklärt das umstrittene Gesetz und seine Zusammenhänge in einem Bystro.
Lukaschenko spielt weiter sein Lukaschenko-Spiel: Einerseits bekundet er Loyalität zu Russland, andererseits hört man auch kritische Töne von ihm in Bezug auf den Krieg – während er innenpolitisch Kurs auf noch schärfere Repressionen nimmt. Was hat der belarussische Machthaber vor? Waleri Karbalewitsch analysiert.
Wie kam es zu dem, was jetzt ist: In seinem Essay beschreibt der belarussische Autor Maxim Shbankou die längst vergangenen Jahre des kulturellen und geistigen Aufbruchs im unabhängigen Belarus. Und er stellt sich die Frage: Wie aber weiter nach der erneuten Radikalisierung des politischen Systems?
Lukaschenko und Putin demonstrieren im Krieg gegen die Ukraine gerne Geschlossenheit. Aber wie weit geht diese scheinbare Einigkeit für den belarussischen Machthaber, der auch immer wieder nach Ausbruchsmöglichkeiten aus der russischen Umarmung sucht. Alexander Klaskowski analysiert.
Der belarussische Fußballtrainer Oleg Dulub, aktuell beim ukrainischen Erstligisten FK Lwiw unter Vertrag, spricht in einem Interview über den Fußball in der Ukraine, über seine Eindrücke aus dem Krieg in seiner zweiten Heimat und über die gesellschaftspolitische und moralische Rolle des Sports.
Komplexe, Schuldgefühle, Reue: Wie sehen sich die Belarussen im Angesicht eines Krieges, den sie anscheinend nicht wollen, der aber auch von ihrem Land aus geführt wird – das erklärt und beschreibt der belarussische Autor Maxim Shbankou.
Ausgestattet mit einer Kamera wandert Ilya Varlamov durch Städte und kommentiert das Gesehene. Magdalena Kaltseis über einen russischen Urbanblogger mit Millionenpublikum.
Seit 20 Jahren vertritt derselbe Mann Wladimir Putins Politik in der Welt. In dieser Zeit hat Sergej Lawrow Annäherungsversuche mit Washington unternommen und der Welt mit Atomraketen gedroht. Er wurde als erfahrener Diplomat geachtet und als Lügner ausgelacht.
Schon seit den 1980er Jahren gilt sie als die Ikone des russischsprachigen Pop, als lebende Legende mit Millionen von Fans. Nun kritisiert sie öffentlich den russischen Krieg gegen die Ukraine. Ingo Grabowsky über „the Goddess of Russian Pop“, die 1987 mit Udo Lindenberg das Lied „Wozu sind Kriege da“ gesungen hat.
Maxim Gorkis Paradox bestand darin, dass er seine moralische Autorität in den Dienst des Stalinismus stellte. Ulrich Schmid über den meistgedruckten sowjetischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, der am 16. März 1868 geboren wurde.
Es war kein Zufall, dass die russische Präsidentschaftswahl 2018 am 18. März stattfand. Die Wahlbeteiligung und die rund 90-prozentige Zustimmung für Putin auf der Krim stellt der Kreml als eine Art zweites Referendum über die Zugehörigkeit der Halbinsel zu Russland dar. Gwendolyn Sasse über die mythenumwobene Region, das Narrativ der „russischen Krim“ und die Selbstwahrnehmung der Krim-Bewohner nach der Angliederung an Russland.
Comics als tödliche Gefahr für die geistige und physische Gesundheit der russischen Nation? Sandra Frimmel über die Geschichte des russischen Comics und den Kampf der Künstler um Anerkennung.
Der Tod Stalins am 5. März 1953 löste im ganzen Land Bestürzung aus. Niemand wusste, was der Tod des Diktators bedeuten würde. Fabian Thunemann zeichnet die Ereignisse vom März 1953 nach.
Sergej Prokofjew starb am 5. März 1953, am gleichen Tag wie Josef Stalin. Der gemeinsame Todestag erwies sich als letzte zynische Wendung seines Lebensweges. Boris Belge über den weltberühmten Komponisten von Peter und der Wolf, dessen Leben von Anziehung und Abstoßung, Distanz und Nähe zum Sowjetstaat geprägt war.
Am 3. März 1918 schied Russland als Kriegspartei aus dem Ersten Weltkrieg aus. Robert Kindler über den Friedensvertrag von Brest-Litowsk, eine Momentaufnahme in einem gewaltsamen und dynamischen Prozess, der die politische Ordnung Osteuropas grundlegend veränderte.
Er ist Konzernchef von Rosneft, wo Altkanzler Gerhard Schröder Vorsitzender des Direktorenrats ist. Obwohl Igor Setschin als zweitmächtigster Mann Russlands gilt, ist erstaunlich wenig über ihn bekannt. Alexander Graef nähert sich dem Darth Vader der russischen Politik.
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